Vom Kanon bis vierstimmig
Veröffentlicht am: 13.06.2017; HNA
Kinder sangen in der Melsunger Stadtkirche vor zahlreichen Gästen nach dem Primacanta-Prinzip

Zeigten ihr Können: In der Melsunger Stadtkirche sangen Kinder nach dem Primacanta-Konzept. Foto: Dürr
MELSUNGEN. „Primacanta, primacanta, oh yeah!“, schallte es am Samstagvormittag durch die Stadtkirche in Melsungen. Mit der Erkennungsmelodie des Primacanta-Konzeptes wurde ein Konzert eröffnet, das Höhepunkt und Abschluss einer zweijährigen Fortbildung war.
Grundschul-Musiklehrer haben dort ein System erlernt, mit dem sie innerhalb des regulären Musikunterrichtes die Schüler an Rhythmen, Töne und Singen heranführen können. „Vor vier Jahren,“ sagte Moderatorin Annika Obach, „wurde im Schwalm-Eder- Kreis mit Primacanta begonnen.“
Mittlerweile gebe es mindestens 600 Kinder in Heinebach, Neuental, Homberg, Obervorschütz, Züschen-Lohne, Niedenstein, Malsfeld und Melsungen, die nach dem System ans Singen herangeführt worden seien.
Förderverein als Träger
Möglich wurde das Projekt durch die Finanzierung der Sparkassenkulturstiftung Hessen- Thüringen, der Kreissparkasse Schwalm-Eder und dem Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen, die jeweils ein Drittel der Kosten übernahmen. Der Förderverein übernahm die Trägerschaft.
Mit wie viel Freude und Kompetenz die Kinder singen können, davon konnten sich die zahlreichen Besucher in der Stadtkirche selbst überzeugen: Sicher im Kanon bis vierstimmig, aber auch Melodien mit bis zu drei Begleitstimmen erklangen in der Kirche. Moderne Lieder wie „Eine kleine Welle“ oder „Mango, Litschi und Ananas“ von Uli Führe oder Volkslieder, gerade und ungerade Taktarten, verschiedene Rhythmen bis zu Synkopen wurden sicher und klangschön vorgetragen. Die Lieder wurden von Projektleiter Sebastian Schilling und den Coaches Obach, Ruth Eckhardt, Annette Fraatz und Agnes Dürr im Wechsel dirigiert.
Eine Band mit Thomas Höhl (Klavier), Marcel Quappen (Schlagzeug) und Rainer Salwiczek- Pfeifer (Gitarre) begleitete dezent oder goovig, je nach Musikstil. Den Abschluss bildeten die Lieder „Hey, hey, Musik!“ mit dem Chor der Kinder und einem Chor aus Lehrern und Coaches, „An Tagen wie diese“ von den Toten Hosen und „Auf uns“ von Andreas Bourani, kombiniert mit einer Bewegungs-Choreographie. (zad)
