Richtig was auf die Beine gestellt
Veröffentlicht am: 16.09.2025; HNA
Toleranz, Akustik, Konzert, Draußen im Melsunger Schlosspark

Melsungen – So ungewöhnlich wie die Buchstabenkombination, so ungewöhnlich verschieden waren die Darbietungen. Im Melsunger Schlossgarten wurden am Samstagabend Zeichen gesetzt für Toleranz, Musik und Vielfalt. Die rund 250 Besucher bekamen bei freiem Eintritt eine Mischung aus musikalischen Klängen von vier Bands und kulinarischen Leckerbissen geboten. Für die Jüngsten gab es ein Kinderprogramm.
TAKD, so der Veranstaltungsname, steht für „Toleranz, Akustik, Konzert, Draußen“. Auf zwei Bühnen präsentierte sich zunächst die „Bunkband“ der Musikschule, die für ihren überhaupt erst zweiten Auftritt mit Punk – und Rocktiteln und Covers von den Ärzten beklatscht wurde. Annika Niemand: „Ich bin sehr nervös vor so vielen Leuten zu spielen.“
Es folgte die Formation Marlin Beach aus Regensburg mit gekonnten Hiphop- und Funk-Darbietungen, die TAKD-Band und die Kasseler Band Lwfld (gesprochen Lowfield), die für Stimmung sorgte.
„Ich war schon mehrere Male hier, ich finde es immer gut, besonders die Band Marlin Beach ist sehr interessant“, sagte die Spangenbergerin Lotta Brunßen.
„Es ist das siebte Konzert, das stattfindet“, erklärte Tobias Schopf von der evangelischen Jugend Melsungen Stadt. „Langeweile wird es nicht geben“, verkündete er bei seiner Begrüßung. „Wenn die Stimmung so bleibt, wie sie ist, können die Leute das Tanzbein schwingen und ins Gespräch kommen.“
Bürgermeister Timo Riedemann begrüßte die Besucher und hoffte, dass der Wettergott es gut meint.
Verschiedene Stände warben für ihre vielfältigen Anliegen, so das Jugendparlament, das noch Kandidaten für die nächsten Wahlen sucht. Das Technische Hilfswerk (THW) zeigte, wie man Knoten für jede Lebenslage, so auch für den Zeltaufbau oder die Hängematte, macht. Evamarie Banschbach setzt sich weltweit für sauberes Trinkwasser ein mit ihrer Initiative „Water Aid“ und will am Spendenmarathon in Tokio teilnehmen. „Nicht jeder hat sauberes Trinkwasser, besonders Mädchen müssen Trinkwasser am Brunnen holen und haben selbst nichts zum Trinken“, sagte die engagierte Marathonläuferin.
Veranstalter waren die evangelische Jugend der Stadt mit dem Gemeindereferenten Tobias Schopf und dem Jugendzentrum „Die Haspel“. Gesponsert wurde die Veranstaltung vom Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen, der VR Partnerbank Melsungen und dem Schwalm-Eder-Kreis.
Besucher Sascha Rudolph brachte die Mühen und die aufwendige Arbeit auf den Punkt: „Ich finde es schön, was die Leute hier auf die Beine stellen, da steckt viel Energie und Zeit drin.“
