Kunden entscheiden über Spende
Veröffentlicht am: 17.03.2017; HNA
Melsunger Rosenapotheke stellt 3000 Euro zur Verfügung – Wer einkauft, darf sich Verein aussuchen

Erster in Melsungen: Pilotprojekt startet in Rosenapotheke. Im Bild von links Initiator Alexander Klement, Markus Boucsein und Ilona Braun vom Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen und Apothekeninhaber Alexander Schröder. Foto: Dewert
MELSUNGEN. Die Melsunger Rosenapotheke unterstützt heimische Vereine mit insgesamt 3000 Euro: Ungewöhnlich an der Spendenaktion ist, dass die Kunden entscheiden, welcher Verein eine Spende erhalten soll. Das Konzept von „We can help“ stammt von Alexander Klement.
Im Internet gibt es dieses Modell bereits seit 2009. Über die Plattform von Klement ist es möglich, beim Kauf über einen von 1700 Online-Shops einen von mehr als 7000 Vereinen zu unterstützen. Seit 2009 sind so mehr als 5,7 Millionen Euro an Vereine und Kindertagesstätten geflossen. Theoretisch kann jeder Verein, der gemeinnützig ist, mitmachen. Klement überprüft die Vereine und schaltet sie frei.
Die Rosenapotheke ist das erste stationäre Geschäft, das sich an der Aktion beteiligt. „Das ist ein Pilotprojekt“, sagt Alexander Klement, der aus Melsungen stammt und seit einem Jahr wieder dort lebt. Weitere Einzelhändler sollen folgen. Das System ist dabei denkbar einfach: Jeder Kunde, der einen Einkauf in der Rosenapotheke tätigt und für mehr als zehn Euro nicht verschreibungspflichtige Produkte erwirbt, kann sich einen Verein aussuchen, der mit der Spende bedacht werden soll. Das Geld hat Apotheken-Inhaber Dr. Alexander Schröder zur Verfügung gestellt.
Jeweils drei Prozent der Einkaufssumme fließen an den Verein. Schröder legt den Fokus auf Bildung, Sport und Musik. Bisher dabei sind der Rainer-Schmidt-Chor, die MT Melsungen mit ihren Unterabteilungen, die Melsunger Musikantengilde und die Stiftung für ein kinder- und familienfreundliches Melsungen. Weitere sollen folgen. Auf der Internetseite können Kunden sehen, für welchen Zweck der Verein das Geld benötigt. Der Rainer-Schmidt-Chor möchte beispielsweise neue Noten kaufen.
Der Einzelhändler legt fest, wie viel Geld seiner Spendensumme an Klement und das „We can help“-Projekt fließen soll. „Wir machen keine Vorgaben, wenn der Einzelhändler 100 Prozent an die Vereine ausschütten möchte, ist das so“, sagt Klement.
Bei Onlinekäufen über die Plattform gebe es indes feste Prozentsätze. Wenn zum Beispiel bei einem Kauf drei Prozent des Kaufpreises an ein Projekt gespendet werden, fließen zehn Prozent der drei Prozent an „We can help“ und 90 Prozent an den Verein oder die Kindertagesstätte. Von denen seien viele dabei, weil Klement das Projekt Bildungsspender ins Leben rief, um den Kindergarten seiner Tochter in Berlin zu unterstützen. In der Folge kamen viele weitere dazu.
Kontakt
- Alexander Klement,
- Tel. 05661/8095487,
- www.wecanhelp.de
von Damai D. Dewert
