Feier im eigenen Haus
Veröffentlicht am: 22.06.2012; HNA
Kinder und Jugendliche der Jungschar Röhrenfurth bauen sich ein Hüttendorf
RÖHRENFURTH. Mit Holzbrettern, Hammer und Säge sind 60 Kinder und Jugendliche aus Röhrenfurth auf dem Gelände neben dem Röhrenfurther Sportplatz unterwegs. Zusammen mit dem Religionspädagogen Hans-Günter Späth zimmern sie dort in der Jungschar ihre eigenen Hütten.
Mit dem Hüttenprojekt, das es seit 2005 gibt, möchte Späth den Sechs- bis Vierzehnjährigen nicht nur den Umgang mit Zollstock, Säge und Hammer beibringen. Vor allem geht es ihm um das Arbeiten im Team. Außerdem fülle das Hüttenprojekt den Psalm 91 „Bei Gott bin ich sicher wie in einer Schutzhütte“ mit Leben und mache ihn so für die Kinder begreifbar.
Elf Hütten, in denen die Kinder ausgelassen spielen oder sich auch zurückziehen können, stehen bereit. Zwei weitere sind in Arbeit. Ob mit Flachdach oder in Form eines Tipis: Der Fantasie der Kinder waren beim Bau keine Grenzen gesetzt. In Gruppen von bis zu sechs Kindern werkelten sie an ihren ganz persönlichen Rückzugsorten. „Das Bauen macht einfach Spaß“, sagt Dominik Zenker, während er mit einem Akkuschrauber die Platten für den Fußboden seiner Hütte befestigt.
Die Hütte von Lea-Sophie Aubel, Michael Rose, Nicole Hilgenberg und Celine Bachmann ist schon fertig. Sie arbeiten noch an der Innenausstattung. Ein paar Bänke und ein Regal sollen ihre hölzerne Unterkunft besonders gemütlich machen. Celine Bachmann gefällt ihr Bauwerk schon jetzt. „Die ganze Hütte ist richtig schön geworden“, sagt die Elfjährige. Stolz sind auch Daniel Orlik, Nicolas Erbe, Jan Ebert und Fabien Gebhardt auf ihre zwei mal zwei Meter große Hütte. Sparkasse haben die vier Jungs ihr Haus genannt. „Aber das ist keine richtige Bank“, sagt der achtjährige Fabien Gebhardt.
Gefördert wird das Hüttenprojekt der evangelischen Jugend Melsungen-Land vom Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen, der Stadt Melsungen, dem Kirchenkreis Melsungen und der Landeskirche. Eingeweiht wird das Hüttendorf mit einem Fest am Samstag, 23. Juni. Ab 17 Uhr feiern die jungen Hüttenbauer dann zusammen mit Jungschar- Betreuern und ihren Eltern in dem mit den eigenen Händen errichteten Dorf. Auf die anschließende Übernachtung freuen sich die Kinder und Jugendlichen schon ganz besonders. „Das wird bestimmt richtig cool, in der Hütte zu schlafen“, sagt der achtjährige Nicolas Erbe. (yvk)
von Verena Koch
