Stiftung kinder- und familienfreundliches Melsungen · Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen e.V.

Dieses Konzept hat große Rückendeckung

Veröffentlicht am: 25.09.2014; HNA

Cornelia Reckelkamm stellte an Göttinger Uni die Arbeit der Stiftung für ein kinder- und familienfreundliches Melsungen vor

MELSUNGEN. Eine bessere Gelegenheit hätte Cornelia Reckelkamm gar nicht finden können, um die Stiftung für ein kinder- und familienfreundliches Melsungen und den Förderverein für ein zukunftsfähiges Melsungen vorzustellen.

Die Melsungerin sprach jetzt vor einem Fachpublikum an der Universitätsklinik Göttingen. Dort hatte an diesem Tag auch schon Dr. Berit Sandberg von der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) einen Vortrag zum Thema Stiftungen gehalten.

Eine steile Karriere

Wie eine solche Stiftung und Vereinsarbeit aber nicht nur in der Theorie, sondern in der Praxis aussehen und funktionieren kann, stellte Cornelia Reckelkamm vor – zur Verblüffung vieler Besucher, wie die Melsungerin berichtet. Denn es ist in der deutschen Stiftungslandschaft nicht die Regel, dass ein solcher Verbund wirtschaftlich und politisch unabhängig und zudem erfolgreich arbeitet.

Im Jahr 2005 startete er mit 67 Mitgliedern und einem Kapital von 266 000 Euro. Nur sechs Jahre später, 2011, zählte die Stiftung bereits 255 Mitglieder und über zwei Millionen Euro Kapital. „Jeder eingegangenene Euro wird von der Wirtschaft verdoppelt“, sagt die 47-Jährige. Und waren es 2005 gerade einmal fünf Projekte, die die Stiftung förderte, so waren es 2013 bereits 62. Diese Projekte reichen von der Hausaufgabenhilfe bis zur Ferienaktion: „Man kann sich vom Weinfest bis zum Weltkindertag einbringen – alles ist möglich“, sagt Reckelkamm. Verein und Stiftung wurden ins Leben gerufen, weil sich die Familienstrukturen wandeln: Die Zahl der Kinder nimmt ab, die der allein erziehenden Mütter und Väter zu, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird schwieriger.

Auf all das gehen die Mitglieder von Verein und Stiftung ein, legen die Schwerpunkte ihrer Tätigkeit auf Bildung, Gesundheit und Integration. Die Zahlen und Fakten, die Reckelkamm in Göttingen vorlegte, erstaunten die Zuhörer. Vor allem die Tatsache, dass die Melsunger Einwohner sich so stark verbunden fühlen: Rund 20 000 Euro kommen Jahr für Jahr bei der jährlichen Spendensammlung zusammen. Seit Montag gehen die engagierten Sammler wieder in Melsungen von Tür zu Tür und bitten um einen Beitrag für Stiftung und Verein. Die wenigsten werden ihnen wohl verschlossen bleiben. (bra)